Der Preis ist heiß

Unfassbar. Da schaut man kurz mal weg und einfach so ist über ein Jahr vergangen. Ein Jahr ohne Blogeintrag jedenfalls. Macht aber nichts, das Leben hat ja trotzdem stattgefunden - und wie! Passiert ist eine ganze Menge, aber der Auslöser für einen neuen Artikel hier ist wie folgt:

Man stelle sich vor, eine international führende Firma verkauft Software. Gute, teure Software in verschiedenen Ausführungen bzw. Paketen.
Version “A” des Softwarepaketes soll neu, Vollversion, direkt beim Hersteller 2259,81 Euro kosten.
Version “B” eines solchen Paketes bekommt man, ebenfalls neu, Vollversion, direkt beim Hersteller für 2616,81 Euro. Das macht einen Preisunterschied von ziemlich genau 357,- Euro aus, über den man sich vor dem Kauf Gedanken machen kann. So weit, so gut - nun wird es spannend.

Sollte man ungünstiger Weise später als 30 Tage nach dem Kauf (Umtausch- bzw. Rückgabefrist) seine Meinung ändern und nun statt Version “A”  doch lieber Version “B” haben wollen (oder haben müssen), dann hat der Hersteller dafür eine Lösung parat: Ein Upgrade bzw. (weil es ja beides vergleichbare Vollversionen sind) ein “Upsell”.
Für den angestrebten Wechsel von “A” nach “B” verlangt der Hersteller nun…. richtig: 1188,81 Euro.
Nur zur Erinnerung, die Neupreise unterscheiden sich um korrekte 357,- Euro, aber ab dem 31. Tag scheinen sich einige Dinge zu ändern.

Mein juristisch nicht verwertbares Gefühl findet so eine Praxis hart an der Grenze zur Sittenwidrigkeit. Eine Frechheit und Abzocke gröbster Art allemal.
Ach ja, die Firma ADOBE läßt auf Nachfrage dazu wissen, daß man die Version “A” auch selber verkaufen und dann die gewünschte Version “B” neu kaufen könne.
Ein Verlust von über 1000 Euro wird dabei wahrscheinlich nicht zustande kommen, d.h. vernünftig denkenden Menschen bleibt nur dieser Weg. Das macht die Hintergründe für die beschriebene Preisgestaltung aber auch nicht verständlicher.

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